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Satellitenbilder

Geschrieben von HP am .

Satellitenbilder zeigen die aktuelle Bewölkung. Infrarotbilder können Tag und Nacht erstellt werden, Visuelle Bilder nur Tagsüber. Die Bilder enthalten die Aufnahmezeit in UTC (Weltzeit) unten links. Im Winter muss +1, in Sommer +2 für die aktuelle Lokalzeit in Deutschland gerechnet werden. Die Roh-Bilder der Satelliten werden vom DWD aufbereitet - die Landkarte wird hinterlegt und die Farben angepasst. Dies gilt für alle hier gezeigten Bilder.

Wie große Augen aus dem Weltall schauen Satelliten auf die Erde herab und liefern uns weltumspannende Messdaten. Die Geschichte der Wettersatelliten begann am 1. April 1960 mit dem amerikanischen Satelliten TIROS 1. Er war der erste Satellit, der ausgerüstet mit einer Kamera Bilder von Wolkenfeldern aus dem All zur Erde sendete. Heute umspannt ein ganzes Netz von Wettersatelliten den Erdorbit. Man unterscheidet zwischen geostationären und polar umlaufenden Wettersatelliten. Die geostationären Satelliten, wie zum Beispiel der neueste europäische METEOSAT-10, befinden sich in einer Höhe von 35786 km über dem Äquator. Von der Erde aus betrachtet steht er immer an einem festen Punkt, da seine Umlaufzeit der Rotationsdauer der Erde entspricht. Die geostationären Satelliten liefern alle 5 Minuten ein Bild mit einer Auflösung von etwa 1 km. Die Auflösung nimmt jedoch an den Bildrändern und in Richtung der Pole ab. Die polar umlaufenden Satelliten wie zum Beispiel die europäischen MetOp-Satelliten oder die amerikanischen NOAA-Satelliten liefern auch genau Daten von den Polen. Diese tasten die Erde beim Flug von Pol zu Pol in einer Höhe von etwa 800 km ab. Jedoch benötigen sie für einen Umlauf 101 Minuten. Die Erdoberfläche wird dabei in 12 Stunden einmal komplett abgetastet. Wettersatelliten messen die von der Erde reflektierte oder ausgesendete Strahlung. Doch wird nicht nur Strahlung im sichtbaren Bereich des Spektrums (reflektiertes Sonnenlicht) gemessen, sondern auch die unsichtbare Infrarot-(Wärme)strahlung. Da die Erde auch nachts Wärmestrahlung im Infrarotbereich aussendet, kann man somit auch nachts Satellitenbilder empfangen. Kombiniert man mehrere Messbereiche des Spektrums sowohl im infraroten wie auch im sichtbaren Bereich, so kann man daraus verschiedene physikalische Eigenschaften der Atmosphäre ableiten. Zum Beispiel erhält man Informationen über die Verteilung des Wasserdampfs, physikalische Eigenschaften von Wolken und sogar Vertikalprofile der Temperatur. Des Weiteren erfassen sie zum Beispiel mit einem Radarsystem die Struktur der Meeresoberfläche um daraus Windrichtung und -geschwindigkeit zu ermitteln. Der Satellit CALIPSO sendet einen Laserstrahl in die Atmosphäre und sammelt aus der Rückstreuung an Staub, Molekülen und Wolken Daten zur Erforschung der Einflüsse von Wolken und Staubpartikeln auf das Wetter. Damit liefern Wettersatelliten nicht nur Daten für die Eingabefelder für Wettermodelle, sondern auch wertvolle Informationen zur Analyse der aktuellen Wetterlage und aktuelle Daten für die Atmosphärenforschung. Zukünftige Wettersatelliten wie Meteosat Third Generation (MTG), die ab 2015 die zweite Generation ablösen sollen, werden mit neuen Instrumenten Daten in noch besserer Qualität sammeln. Dipl.-Met. Christian Herold Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 03.05.2013 Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 Für das Wetter bei uns deutlich aussagefähiger anbei ein Infrarotbild (IR) des DWD von Europa. Einfacher zu "lese" ist das Visuelle (VIS) Bild des gleichen Ausschnitts und von den gleichen Zeiten. Das folgende Bild ist eine Composite. Es werden die Informationen von VIS und IR übereinandergelegt. Nachts steht jedoch nur das Infrarotbild zur Verfügung.

Um Trends ablesen zu können wechselt das Bild zum letzten, vorhergehenden Bild sobald die Maus darüber positioniert ist. Neue Bilder stehen dreistündlich zur Verfügung.

 dwd RGB

 

Meteoblue OK 12:14 UTC
stueve OK 12:14 UTC