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Radiosonden

Geschrieben von HP am .

Früher waren Radiosonden die einzige Möglichkeit die Wetterbedingungen in der Höhe zu ermitteln.

Dazu wurde ein Messgerät an einen Ballon gehängt und aufsteigen gelassen - bekannt als Wetterballon. Das Messgerät sendet während des Aufstiegs Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit kontinuierlich zurück. Mit einem Empfänger, der die Position des Ballons mitverfolgt, kann dann aus der Abdrift die Windrichtung und Windstärke in der jeweiligen Höhe berechnet werden.

Dann wird das Ganze auf ein Diagrammpapier nach G. Stüve. oder, wie in den beiden Fällen unten auf ein TLogP-Diagramm aufgetragen. Damit lässt sich eine Vielzahl von Wettererscheinungen als Kurzfristprognose vorhersagen.

Für Segelflieger können mit einem kleinen bisschen Erfahrung Wolkenhöhe bei Thermik, Thermikstärke und Temperaturen, welche notwendig sind um nutzbare Thermik auszulösen, abgelesen werden. Ebenfalls gibt der Wind in der Höhe Hinweise auf wie gross der Spassfaktor beim Segelfliegen sein wird.

Stuttgart und Payerne (Westschweiz) sind die zum Flugplatz Hütten-Hotzenwald nächstgelegenen Orte mit regelmässigen Radiosonden aufstiegen. Es wird in der Regel um Mitternacht und um 12 Uhr mittags (jeweils UTC-Zeit) eine Sonde steigen gelassen. Etwa 3 bis 4 Stunden später stehen die Diagramme hier zur Verfügung.

temp 1

 

temp 2

Meteoblue OK 18:48 UTC
stueve OK 18:48 UTC