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Analyse und Vorhersage

Geschrieben von HP am .

In diesem Menüpunkt und den dazugehörenden Untermenüs wurde eine Datensammlung mit Tools zur Wetteranalyse und Prognose für die die kommenden Stunden aufgebaut. Die für das Wetter relevanten Bilder und Texte werden automatisch regelmässig erneuert. Einige Daten repräsentieren eine fertige Vorhersage, andere Graphiken müssen interpretiert werden. Da es für Segelflieger wenig fix-fertige Angebote gibt, wurden hier Daten ausgewählt welche die Grundlagen für eine für Segelflieger spezifische Prognose darstellen. Darauf aufbauend kann sich jeder seine eigenen Schlüsse zusammenreimen. Zum Teil gehört etwas Erfahrung - sprich Versuch und Irrtum - dazu :-)).

Alle Tools sind auf die Gegenden, die von unserem Flugplatz aus häufig beflogen werden, ausgerichtet. Dies sind Baden Württemberg (Schwarzwald und Schwäbische Alp) sowie die Nordwestschweiz (Jura).

Sämtliche Informationen wurden auf den Angeboten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und/oder von meteoblue aufgebaut. Die Verwendung von zwei verschiedenen Quellen bietet den Vorteil, dass die Vorhersagen durch unterschiedliche Methoden ermittelt oder errechnet werden. Sagen beide Vorhersagen das gleiche, ist die Wahrscheinlichkeit das es Zutrifft auch wirklich hoch. Kommen die beiden Vorhersagen zu unterschiedlichen Prognosen, so hilft meist nur noch der Blick aus dem Fenster ;-). Der fortgeschrittene Wetterfrosch kann auch die Wetterlage in den Menuepunkten "Analyse" analysieren und sich dann auf seine eigene Vorhersage verlassen - oder jenen Wetterdienst welcher unter ähnlichen Bedingungen die bessere Trefferquote hat :-))).

Ach übrigens zur Berufsbezeichnung "Meteolüge": Nur wer die Wahrheit kennt kann lügen!

 

Tips und Anmerkungen werden gerne entgegengenommen - einfach eine Mail an den Webmaster senden. Danke.

 

Achtung: einige der Daten auf dieser Seite werden beim Einstieg über den Menüpunkt "Wetter" aktualisiert. Direktverlinkung kann dazu führen dass veraltete Daten angezeigt werden. Die Wetterdaten sind auf dem Server zum Teil sehr transferintensiv. Der erste Seitenaufbau im Bereich Wetter kann verzögert sein.

Für alle Wetter-Informationen bitte das Impressum beachten.

Meteorologisches "Thema des Tages"

Regenzeit Von kräftigem Regen können weite Teile Deutschlands aktuell nur träumen. Vielerorts fehlt es schon seit Wochen an ausreichendem Regen. Und auch wenn sich die Wettersituation aktuell in vielen Regionen etwas wechselhafter gestaltet als dies in den zurückliegenden Wochen oft der Fall war, so sind die Regenmengen, die in den kommenden Tagen erwartet werden, doch bei weitem nicht ausreichend, um das momentane Niederschlagsdefizit auszugleichen. Während in Mitteleuropa allerdings auch ein verregneter Herbst oder ein nasser Winter zum Auffüllen der Wasserspeicher beitragen können, gibt es Regionen auf der Erde, in der eine einzige Niederschlagsperiode, die Regenzeit, den Wasserbedarf auch für den Rest des Jahres decken muss. Eine solche Region ist die Sahelzone, die sich südlich an die nordafrikanische Sahara anschließt (siehe Grafik). Dort fungiert der August als Hauptwasserlieferant, Juli und September bringen dagegen schon deutlich geringere Regenfälle, und der Rest des Jahres ist oftmals "knochentrocken". Der Grund dafür liegt in der Verlagerung der tropischen, äquatornahen Niederschläge im Laufe des Jahres. Sie folgen nämlich mit einiger Verzögerung dem Sonnenstand, wandern also im Sommer der Nordhalbkugel nach Norden, um sich im Nordherbst und Nordwinter wieder nach Süden bis auf die Südhalbkugel zu verlagern (in der Grafik sind auch beispielhaft vier Orte in der Sahelzone mit ihren mittleren jährlichen und den Augustniederschlägen gezeigt). Die Verlagerung der Niederschläge im Jahresverlauf bedeutet aber auch, dass das Niederschlagsdefizit einer schwach ausgeprägten oder "ausgefallenen" Regenzeit im restlichen Verlauf des Jahres nicht mehr ausgeglichen werden kann - mit teils fatalen Folgen für die Landwirtschaft und in der Folge für die Ernährungssituation der Bevölkerung. Seit Jahrzehnten kämpft die Sahelzone daher immer wieder mit Hungersnöten. Immerhin: Die aktuelle Regenzeit zeigt sich von einer eher spendablen Seite. Schon in den vergangenen Tagen wurden teilweise Regensummen gemessen, die dem mittleren Augustniederschlag schon sehr nahe kommen. Exemplarisch sind in der Grafik die 24-stündigen Regensummen (jeweils bis morgens 08 MESZ) für die Stationen Nioro du Sahel, Quahigouya und Biltine angegeben. Und in den kommenden Tagen soll es feucht weitergehen. Die grün-bläulichen Flächen in der Abbildung zeigen die von unserem global rechnenden Wettervorhersagemodell ICON simulierten 48-stündigen Niederschlagsmengen bis Freitagmorgen. Verbreitet soll es zu weiteren Regenfällen kommen, lokal und in der Spitze können bis zu 60 mm zusammenkommen. Dipl.-Met. Martin Jonas Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 15.08.2018 Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

letzte Aktualisierung: Wed, 15. Aug. 2018 10:26 Uhr
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